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Der Alltag als Nährboden für deine Veränderung



Wenn da nur nicht der Alltag wäre, dann würde ich…

Diesen Satz habe ich gefühlte 1000 Mal gesagt und bestimmt noch häufiger gedacht. Geht dir das auch so? Hast du eine Liste mit Wünschen und Träumen, die darauf warten, dass dein Alltag dir erlaubt, dich um sie zu kümmern? Dann lass mich dir 5 Gründe geben, warum der Alltag in Tat und Wahrheit dein Freund und Helfer ist.


Ich ertappe mich immer wieder dabei, wie ich Veränderungen die ich mir wünsche, gedanklich auf meine To Do (irgendwann mal) Liste schiebe. Ich spüre da immer noch einen Glaubenssatz in mir, der mich glauben lassen möchte, dass ich für diese Veränderung ganz viel Zeit, Raum und Aufmerksamkeit brauche. Einmal mein Leben einfrieren, 6 Monate verschwinden und dann verändert wiederkommen. Dabei habe ich nach 2 Weltreisen bereits gelernt, dass aufgeschoben nicht aufgehoben ist. Was auf Bali, mit einer Kokosnuss in der Hand und dem Bauch in der Sonne wie eine Selbstverständlichkeit war, ist am Mittagstisch mit der Familie irgendwie gar nicht mehr so leicht.


Die Sache mit der Flucht


Seit ich meine Lehre abgeschlossen habe, hat sich ein Muster in mein Leben eingebrannt. Ich lebe in der Schweiz, arbeite und verdiene Geld. Dann packe ich meine Koffer und bin für 1 Jahr unterwegs. Und eins ist für mich klar, Reisen hat mit unglaublich verändert. Auf allen Ebenen. Sich losgelöst vom Alltag neu kennenzulernen ist etwas vom bereicherndsten, das es gibt. Gleichzeitig bleiben Konflikte in Freundschaften und in der Familie sehr häufig bestehen. So als entstehen da zwei „Personas“. Der Stephan der reist und der Stephan der hier lebt. Die beiden können sich definitiv austauschen und bereichern, aber sich niemals einfach ablösen. So bleibt die Arbeit des Stephans der hier lebt, einfach stehen, bis er wieder hier ist. Gleichermassen bleibt der Stephan der reist stehen, wenn er in der Schweiz ist. So findet zwar immer Veränderung statt, aber nie für beide „Personas“ gleichzeitig und auf allen Ebenen.


In meinem Leben sind die relevanten Konflikte geblieben. Die Reise Persona hat mich unglaublich viel gelehrt und mir so einige Türen geöffnet, aber erst jetzt wo ich dieses Muster des Geld verdienen und dann Reisen Gehens durchbrochen habe und seit bald 6 Jahren hier in der Schweiz bin, habe ich bemerkt, wieviele Themen da im Untergrund noch lebten. Erst meine Ehe, und die „Unmöglichkeit“ räumlich und gedanklich zu entfliehen hat mich in Kontakt mit diesen tiefen Bereichen meiner Persönlichkeit gebracht. Das ist in sich schon ein mächtiger Grund, sich dem Bund der Ehe ernsthaft zu widmen. Aber das ist ein Thema für einen eigenen Blog Artikel.



Im Fluss des Lebens


Das grosse Geschenk des Reisens, ist gleichzeitig auch seine grösste Schwäche. Man ist stetig in Bewegung, begegnet unglaublich vielen Impulsen und kann flexibel dem Ruf des Lebens folgen. Man kann sich jeden Tag neu erfinden, denn meistens spricht man eine andere Sprache, trifft Menschen die einen nicht kennen und begegnet dadurch sehr wenigen Ansprüchen, sich auf die selbe Art und Weise zu verhalten, wie man das immer getan hat.


Genau dieses fliessen allerdings verhindert auch, dass man so stark in die Ecke gedrängt wird, dass sich diese tiefen Schichten der Persönlichkeit bemerkbar machen. Das soll nicht heissen, dass es nicht herausfordernd sein kann, wenn man sich dem Fluss des Lebens öffnet. Aber die Herausforderungen sind ganz anderer Natur.

Zuhause im Alltag, zwischen Beruf, Familie, Frau und Kind, da begegnet man den ganz tief sitzenden Strukturen und Muster seiner Persönlichkeit. Da ist es schwerer, den selben Ruf und die selben Probleme immer und immer wieder zu ignorieren.


Das Geschenk des Drucks


Wasser das immer fliesst, baut keinen Druck auf. Da entsteht kein Widerstand und es ist schwieriger, bestimmte Blockaden aus dem Weg zu räumen. Der Fluss findet immer einen Weg sein Potential an Energie weiter fliessen zu lassen. Das fühlt sich zwar meistens gut an, verhindert aber die tiefe Reinigung der eigenen Kanäle. Erst wenn sich irgendwo das Wasser staut und beginnt, gegen die diversen Blockaden zu drücken, werden wir uns ihrer Existenz bewusst. Erst durch den Druck, den Schmerz und die Unannehmlichkeit dieser Situation werden wir dazu gezwungen, hinzuschauen und etwas dagegen zu tun.


Dieser Druck hält dadurch ein unglaubliches Potenzial. Er bringt eine Kraft mit sich, die uns hilft, diese Blockaden schneller zu lösen als wenn der Fluss einfach so gemütlich dahin fliesst. Stell dir wirklich einen Fluss vor, der Nach starkem Regen gegen eine Blockade drückt, gestaut wird und sich dann mit einer unglaublichen Kraft entlädt und nicht nur die Blockade aus dem Weg räumt, sondern den gesamten Flusslauf gleich mit reinigt. So nehme ich das auch in meinem Leben war. Diese Momente in meinem Leben, in denen der Druck so unglaublich hoch war, dass ich am liebsten ins Flugzeug gestiegen und weit weg geflogen wäre, sind die Momente gewesen, die mich als Mensch am weitesten vorangebracht haben.


Wenn es keine Flucht gibt, keine neue Stadt zu erkunden, keine neuen Menschen zu treffen, keine fremde Kultur zu erforschen. Einfach nur der selbe Alltag, die selben Menschen, die gleichen Situationen, da entsteht Druck. Und es ist dieser Druck, der dann gegen die tiefen Themen in deinem Wesen drückt und dir zeigt, wer du wirklich bist. Es ist dieses Potential das dich auf dich selbst zurück wirft und dich tief in dich hineinblicken lässt.


Reisen ist Expansion. Du gehst hinaus, erweiterst dein Blickfeld und lernst neue Aspekte deines Wesens kennen. Der Druck der auf Reisen entsteht lässt dich expandieren, er weitet dich aus und schafft Raum in dir.

Der Alltag wirkt nach innen, er übt Druck auf dich aus. Er verdichtet dich und lässt dich integrieren. Er hilft dir, diese unendliche Weite die bei der Expansion entsteht, so sehr zu verdichten, dass sie Teil von dir wird. Der Alltag ist der ultimative Test. Er zwingt dich, die geistigen Gebäude, die in unglaublichem Tempo entstehen wenn wir expandieren, zu festigen und mit einem echten Fundament zu versehen.



Warum fällt Veränderung im Alltag so schwer?


Ich glaube, das ist hauptsächlich ein Problem in der Betrachtung. So wie ich ganz am Anfang des Artikels geschildert habe. Es ist so leicht zu denken, dass man viel Raum braucht um sich um diese Dinge zu kümmern. Ganz viel Raum und Zeit. Nur häufig ist dann der Urlaub auch nicht der richtige Zeitpunkt. Jetzt muss man ja zuerst die Batterien aufladen. Und so dreht man sich im Kreis und findet nie den „richtigen“ Moment. Und hey, klar! Harmonie ist schön und sich um die tiefen Veränderungen seines Wesens zu kümmern, nicht immer angenehm. Da kommt dem Unterbewusstsein gerade richtig, dass jetzt nicht der richtige Zeitpunkt ist. Vielleicht ja in den Sommerferien, da habe ich mehr Zeit. Oder Moment in 3 Jahren plane ich einen längeren Urlaub, das scheint noch besser. Dabei vergessen wir, dass Veränderung lange nicht so hart ist, wie es am Anfang scheint. Die ersten Schritte sind die schwersten. Einmal losgelaufen, stellen wir dann häufig fest, dass sich das Leben grosszügig zeigt und uns entgegenkommt. Weisst du, wann Veränderung am einfachsten ist? Dann, wenn sie sich dir zeigt. Dann, wenn in deinem Leben Impulse auftreten und dich einladen, wachsam zu sein. Das ist der magische Moment genau diese Veränderung anzugehen. Genau jetzt, heute, mitten im Alltag. Und wenn dich das nicht überzeugt, dann hier noch 5 Gründe warum das „Jetzt“ nicht nur der richtige Zeitpunkt ist, sondern der Alltag der richtige Ort, dein Leben zu verändern.


Der Alltag als echter Wachstumskatalysator



Hier sind sie also, die 5 Gründe, warum du in deinem Alltag viel schneller wachsen kannst, wenn du es richtig tust.


  1. Der wichtigste Grund ist der angesprochene Druck. Dieser Druck baut sich in deinem Alltag einfach viel leichter und schneller auf, als auf einer Reise, in einem Kurs oder im Urlaub.

  2. Du hast einen konstanten „Reality Check“. Jede kleine Veränderung wird sehr schnell auf den Prüfstand gestellt. Du hast eine neue Technik um besser mit Stress umzugehen? Super, die kannst du heute Abend beim Essen testen. Oder morgen bei der Arbeit. Oder beim Date mit deiner Frau am Wochenende. Oder beim Familienessen nächste Woche. You get the point.

  3. Die Feedback Schleife ist um ein vielfaches kürzer. Du lernst eine Technik, du testest sie aus und passt sie an. So lange bis sie tatsächlich etwas bewirkt in deinem Leben und nicht bloss nett klingt in einem Instagram Reel.

  4. Wo Widerstand ist entsteht Reibung, wo Reibung entsteht gibts Energie. Das baut nicht nur Druck auf, sondern sorgt dafür, dass wir stetig daran erinnert werden, wo in unserem Leben noch Probleme vorhanden sind, die für Reibung sorgen. Das gibt uns unbezahlbares Wissen darüber, wo gerade Handlungsbedarf besteht.

  5. Nachhaltigkeit. Das Leben ist ein steter Wandlungsprozess und echte Arbeit an sich selbst ist nie abgeschlossen. Es geht immer tiefer. Wenn du es schaffst, dein Leben so zu leben, dass dieser Wandlungsprozess Teil deines Alltags ist, dann bist du immer am Puls deines Lebens und stets gewappnet den Herausforderungen deines Lebens zu begegnen. Eben da, wo sie entstehen, in deinem Alltag.


Okay, okay, die Gründ sind schon echt gut, aber wie gehts jetzt richtig?

Genau das lernst du in unserem Programm „Real Life Hero“. Es ist speziell darauf ausgerichtet, dich mitten in deinem Alltag zu begleiten und dir zu helfen, die Veränderung genau da zu bewirken, wo sie dir Wirklich dient. Im echten Leben!






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